KI-Entwurf druckfertig machen als Festpreisprodukt
Anonymisiertes Anwendungsbeispiel. Geprüft am 15. August 2026.
- Aufgabentyp
- Produktion
- Betrieb
- Hybrid
- Aufwand
- Klein
- Zeitrahmen
- 3 Wochen
- Quelle
- Anonymisiert; Zielwerte aus Branchendossier Werbeagentur (08/2026)
Im Dossier 07 Abschnitte
Aufgabe
Kunden bringen mit ChatGPT oder Canva erzeugte Entwürfe mit und wollen nur noch die Druckdatei. Der Auftrag ist klein, die Prüfung aufwendig: RGB statt CMYK, 1 bis 2 Kilopixel, kein Beschnitt, keine echten Schriften, gelegentlich Ähnlichkeit zu fremden Marken. Und niemand sagt dem Kunden, was am Entwurf nicht trägt.
Lösungsweg
Ein Upload-Formular startet eine automatische Prüfung (Auflösung, Farbraum, Textlesbarkeit, Rechtschreibung der Kontaktdaten, Markenähnlichkeit, KI-typische Fehler) und erzeugt einen Prüfbericht in Kundensprache. Der Kunde wählt eines von drei Festpreispaketen (Nachbau, Nachbau plus Korrektur, System mit Geschäftsausstattung). Der Grafiker arbeitet mit Vektorisierung, Schriftidentifikation und Upscaling; ein Hinweisblatt klärt Rechte und Kennzeichnung.
Kontrollpunkt Ein Mensch prüft oder gibt das Ergebnis frei.
Autonomiestufe 2 von 4 Die technische Prüfung und der Bericht an den Kunden laufen automatisch nach festen Kriterien. Nachbau, Korrektur und die gestalterischen Entscheidungen bleiben beim Grafiker. Was die fünf Stufen bedeuten
Wie es technisch abläuft
Jeder Schritt bleibt einzeln prüfbar; Komponenten werden nur dort genannt, wo sie festgelegt sind.
- 01 Upload Formular
- 02 Prüfung Vision-LLM + Skript
- 03 Bericht Kundensprache
- 04 Paketwahl Basis / Korrektur / System
- 05 Aufbereitung Grafiker
- 06 Druck-PDF PitStop
Vorher und Nachher
Die Veränderung wird als Arbeitsablauf beschrieben, nicht als Erfolgsversprechen.
Vorher
- Ungeplante Kleinaufträge, 1–2 Stunden Prüfung und Nachbau
- Keine Beratung, kein Folgeauftrag
- Rechte- und Kennzeichnungsfragen bleiben offen
Nachher
- Automatischer Prüfbericht mit Empfehlung
- Standardisiertes Produkt mit Beratungsanteil
- Hinweisblatt zu Schutzfähigkeit und Kennzeichnung
Dokumentierte Ergebniswerte
Die Werte gelten im jeweils beschriebenen Szenario und sind kein allgemeiner Benchmark.
- Prüfbericht statt 30 (Zielwert)
- 5 Min.
- Festpreispakete
- 3
- Bearbeitung je Auftrag
- 30–90 Min.
Grenzen und bewusste Entscheidungen
Diese Bedingungen gehören zum Lösungsweg und dürfen nicht aus dem Szenario herausgekürzt werden.
- Keine Rechtsberatung zur Schutzfähigkeit, nur Hinweis
- Fremde Marken werden nicht nachgebildet
- Belastbare Marktzahlen zu diesem Produkt gibt es noch nicht
Herleitung: vom Prozess zum Werkzeug
Das Setup folgt aus der Tätigkeit und ihren Daten, nicht aus einer Tool-Präferenz. Die Kette läuft immer in dieselbe Richtung.
-
Tätigkeit
Mitgebrachte KI-Entwürfe prüfen und zur Druckdatei aufbereiten
-
Datenfluss
- Personenbezogen Kontaktdaten des Kunden im hochgeladenen Entwurf
- Intern unveröffentlichte Entwürfe und Geschäftsausstattung
-
Werkzeugklasse
Klasse 3 EU-Hosting mit AVV
-
Setup
Die Entwürfe enthalten Kontaktdaten des Kunden; das verlangt EU-Verarbeitung mit Auftragsverarbeitungsvertrag beim Vision-LLM. Das hybride Setup deckt das ab; die Aufbereitung selbst bleibt beim Grafiker, ein Hinweisblatt klärt Schutzfähigkeit und Kennzeichnung.
Die Werkzeugklasse ist die Mindestanforderung für die Daten, die tatsächlich ins Werkzeug fließen. Wie die Kette Nutzenrechnung, Rechtsfrage und Werkzeugwahl aus derselben Tabelle beantwortet, steht unter Prozessanalyse & Werkzeugwahl.
Werkzeug-Stack
Der Fall ist typisch für die Verschiebung in der Agenturbranche: Die Basiskreation kommt vom Kunden, gefragt sind Prüfung, Aufbereitung und Verantwortung für das Ergebnis. Der Umsatz je Auftrag sinkt, die Marge je Stunde kann steigen, und das Systempaket öffnet die Tür zum Folgeauftrag.
Was funktioniert
- Technische Prüfung und verständlicher Bericht in Minuten
- Vektorisierung einfacher Logos, Schriftersatz, Upscaling
- Drei klar abgegrenzte Pakete zum Festpreis
Was im Szenario bewusst ausgespart bleibt
- Keine automatische Freigabe zum Druck
- Kein Nachbau fremder Marken oder geschützter Motive
- Kein Versprechen von Exklusivität an rein KI-generierten Motiven
Warum rein KI-generierte Motive keinen Urheberschutz genießen und was das für Agenturverträge bedeutet, steht im Szenario KI-Content mit Kennzeichnung und Redaktionskontrolle und im Thema EU AI Act.