Bestellvorschlag aus Bestand und Verbrauch, Mensch gibt frei
Anonymisiertes Anwendungsbeispiel. Geprüft am 26. Oktober 2026.
- Prozess
- Bedarf ermitteln
- Aufgabentyp
- Planung
- Betrieb
- Hybrid
- Aufwand
- Mittel
- Quelle
- Recherche go4ai (10/2026), Fach- und Anbieterquellen, noch nicht im Betrieb umgesetzt
Im Dossier 07 Abschnitte
Aufgabe
Nachbestellt wird je nach Artikel täglich bis monatlich, oft nach Erfahrung, Merkzettel oder Zuruf. Saison, Feiertage und geplante Aufträge rechnet jemand im Kopf mit. Das Ergebnis schwankt zwischen Überbestand, der Kapital und Lagerfläche bindet, und Fehlmengen beim Kunden oder auf der Baustelle.
Lösungsweg
Ein Workflow exportiert Bestand, offene Bestellungen und Verbrauch aus Warenwirtschaft oder Kasse. Ein Prognosedienst schätzt den Bedarf bis zur nächsten Lieferung, ein Sprachmodell begründet jede Position kurz und markiert Artikel mit dünner Datenlage. Die zuständige Person prüft, ändert Mengen und gibt frei, erst dann wird bestellt.
Kontrollpunkt Ein Mensch prüft oder gibt das Ergebnis frei.
Autonomiestufe 1 von 4 Prognose und Sprachmodell füllen den Bestellvorschlag vor, bestellt wird nichts automatisch. Die zuständige Person prüft jede Liste, ändert Mengen und gibt sie frei. Was die fünf Stufen bedeuten
Wie es technisch abläuft
Jeder Schritt bleibt einzeln prüfbar; Komponenten werden nur dort genannt, wo sie festgelegt sind.
- 01 Bestand, Bestellungen, Verbrauch exportieren Workflow, Warenwirtschaft
- 02 Bedarf bis zur nächsten Lieferung schätzen Prognosedienst
- 03 Mit Regelvorschlag vergleichen und begründen Sprachmodell
- 04 Vorschlagsliste mit Markierungen Warenwirtschaft oder Kasse
- 05 Zuständige Person prüft und gibt frei
Vorher und Nachher
Die Veränderung wird als Arbeitsablauf beschrieben, nicht als Erfolgsversprechen.
Vorher
- Bestand von Hand zählen, oft erst bei Engpass
- Verbrauch nach Erfahrung schätzen
- Menge nach Mindestbestand oder Bauchgefühl
- Fehlmengen fallen beim Kunden oder auf der Baustelle auf
Nachher
- Bestand und Verbrauch kommen per Export
- Prognose rechnet Saison und Feiertage mit ein
- Vorschlag mit Begründung, unsichere Artikel markiert
- Zuständige Person prüft, ändert und gibt frei
Dokumentierte Ergebniswerte
Die Werte gelten im jeweils beschriebenen Szenario und sind kein allgemeiner Benchmark.
- Bestellungen ohne Freigabe
- 0
Grenzen und bewusste Entscheidungen
Diese Bedingungen gehören zum Lösungsweg und dürfen nicht aus dem Szenario herausgekürzt werden.
- Keine automatische Bestellung
- Keine Kunden- oder Patientendaten in der Prognose
- Entnahmen werden ohne Namen ausgewertet
- Bei kleinem Sortiment reicht die Mindestbestandsregel
Herleitung: vom Prozess zum Werkzeug
Das Setup folgt aus der Tätigkeit und ihren Daten, nicht aus einer Tool-Präferenz. Die Kette läuft immer in dieselbe Richtung.
-
Tätigkeit
Aus Bestand und Verbrauchshistorie je Artikel einen begründeten Bestellvorschlag erstellen
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Datenfluss
- Intern Artikel, Bestände, Absatz- und Entnahmemengen, Lieferantenkonditionen
- Personenbezogen Kundenkonten in Kassendaten, namentliche Entnahmebuchungen
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Werkzeugklasse
Klasse 2 Business-Cloud mit AVV
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Setup
An Prognosedienst und Sprachmodell gehen nur aggregierte Mengen je Artikel und Zeitraum ohne Kunden- oder Namensbezug, dafür genügt Klasse 2. Der beschriebene Betrieb in der EU oder im eigenen Haus übererfüllt das.
Die Werkzeugklasse ist die Mindestanforderung für die Daten, die tatsächlich ins Werkzeug fließen. Wie die Kette Nutzenrechnung, Rechtsfrage und Werkzeugwahl aus derselben Tabelle beantwortet, steht unter Prozessanalyse & Werkzeugwahl.
Werkzeug-Stack
Die KI bestellt nicht, sie ergänzt den festen Mindestbestand der Warenwirtschaft um eine Prognose aus Verbrauch, Saison und Aufträgen. Die zuständige Person sieht einen vorausgefüllten Vorschlag, ändert Mengen und gibt frei. Der Nutzen liegt weniger in der Zeit als in weniger Fehlmengen und Überbestand. Belegt ist der KI-Schritt in Bäckereien und im Lebensmittelhandel, die Übertragung auf Handwerksmaterial oder Praxisbedarf ist eine Ableitung.
Was funktioniert
- Vorausgefüllte Werte, die sich jederzeit von Hand ändern lassen, wie es Kassensysteme schon vorsehen
- Feiertage, Saison und bekannte Aufträge gehen in die Schätzung ein
- Artikel mit dünner Datenlage sind zur Prüfung markiert
Was im Szenario bewusst ausgespart bleibt
- Das Bestellen selbst gehört zum eigenen Prozess und läuft wie bisher in der Warenwirtschaft
- Die kurze Textbegründung je Position ist aus dem Ablauf abgeleitet, keine Quelle belegt sie
- Ob namentliche Entnahmebuchungen ausgewertet werden dürfen, ist im Einzelfall zu prüfen