Digitale Anamnese-Voraberfassung für eine Hausarztpraxis
Anonymisiertes Anwendungsbeispiel. Geprüft am 18. Juli 2026.
- Aufgabentyp
- Erfassung
- Betrieb
- Self-hosted
- Aufwand
- Klein
- Zeitrahmen
- 3 Wochen
- Quelle
- Anonymisiert
Aufgabe
Anamnese wird heute am Tresen oder im Sprechzimmer erhoben – das bindet MFA- und Arztzeit, erzeugt Wartezeiten und unvollständige Angaben. Bei akutem MFA-Mangel und Telefon-Dauerlast fehlt diese Zeit.
Lösungsweg
Ein Online-Formular (per Link/QR vor dem Termin) erfasst die Anamnese; ein LLM strukturiert und fasst die Freitext-Angaben zusammen, n8n übergibt das Ergebnis ins PVS. Das Team prüft die Vorerfassung; der Arzt nutzt die aufbereitete Anamnese als Ausgangspunkt.
Kontrollpunkt Ein Mensch prüft oder gibt das Ergebnis frei.
Autonomiestufe 1 von 4 Das Modell fasst die Angaben zusammen, das Praxisteam prüft die Vorerfassung. Die Ärztin oder der Arzt nimmt sie als Ausgangspunkt, nicht als Befund. Was die fünf Stufen bedeuten
Vorher und Nachher
Die Veränderung wird als Arbeitsablauf beschrieben, nicht als Erfolgsversprechen.
Vorher
- Anamnese am Tresen / im Sprechzimmer erhoben
- Bindet MFA- und Arztzeit, Wartezeiten
- Unvollständige Angaben
Nachher
- Patient füllt Bogen vor dem Termin online aus
- LLM strukturiert, Übergabe ins PVS
- Team prüft, Arzt startet mit aufbereiteter Anamnese
Dokumentierte Ergebniswerte
Die Werte gelten im jeweils beschriebenen Szenario und sind kein allgemeiner Benchmark.
- pro Woche gespart (Erfahrungswert)
- ~2–3 h
- Patient kommt mit ausgefülltem Bogen
- vorbereitet
- Diagnose durch die KI
- 0
Herleitung: vom Prozess zum Werkzeug
Das Setup folgt aus der Tätigkeit und ihren Daten, nicht aus einer Tool-Präferenz. Die Kette läuft immer in dieselbe Richtung.
-
Tätigkeit
Anamnese-Angaben vor dem Termin erfassen und für das PVS strukturieren
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Datenfluss
- Besonders geschützt Anamnese-Freitexte, Gesundheitsdaten nach Art. 9 DSGVO
- Personenbezogen Name und Kontaktdaten der Patienten im Formular
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Werkzeugklasse
Klasse 4 Eigene Umgebung
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Setup
Anamnese-Freitexte sind Gesundheitsdaten nach Art. 9 und unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht; Mindestklasse ist die eigene Umgebung. Der Case hält das ein: Strukturierung und PVS-Übergabe laufen self-hosted im Behandlungskontext, das Team prüft jede Vorerfassung.
Die Werkzeugklasse ist die Mindestanforderung für die Daten, die tatsächlich ins Werkzeug fließen. Wie die Kette Nutzenrechnung, Rechtsfrage und Werkzeugwahl aus derselben Tabelle beantwortet, steht unter Prozessanalyse & Werkzeugwahl.
Werkzeug-Stack
Die KI stellt keine Diagnose und ersetzt kein Gespräch – sie strukturiert, was der Patient vorab angibt. Das Team prüft die Vorerfassung. Aber die Sprechzeit beginnt mit einer aufbereiteten Anamnese statt mit dem Ausfüllen am Tresen.
Was funktioniert
- Anamnese vor dem Termin per Link/QR, kein Tresen-Stau
- LLM strukturiert und fasst Freitext-Angaben zusammen, Übergabe ins PVS
- Vollständigere Angaben, fokussiertere Sprechzeit
Was im Szenario bewusst ausgespart bleibt
- Keine Diagnose und keine Therapieempfehlung durch die KI
- Das Team prüft jede Vorerfassung, der Arzt entscheidet
- Gesundheitsdaten (Art. 9) self-hosted und nur im Behandlungskontext