Lead-Qualifizierung für eine Marketingagentur

Anonymisiertes Anwendungsbeispiel. Geprüft am 2. August 2026.

Aufgabentyp
Qualifizierung
Betrieb
Hybrid
Aufwand
Mittel
Zeitrahmen
3 Wochen
Quelle
Anonymisiert

Aufgabe

Inbound-Leads aus Website-Formular und LinkedIn liefen ohne Vorprüfung in HubSpot. Der Vertrieb verbrachte den Vormittag mit Recherche zu Firmen, von denen sich nach 5 Minuten herausstellte: nicht passend, nicht zahlungsfähig, nicht ernst.

Lösungsweg

Agent zieht zu jedem neuen Lead Firmenwebsite, Handelsregister, LinkedIn-Profil, ergänzt Branche, Größe, vermutlichen Bedarf und schreibt einen Score plus zweisätzige Begründung in HubSpot. Vertrieb sieht beim Frühkaffee, welche 3 Leads heute Aufmerksamkeit verdienen.

Kontrollpunkt Ein Mensch prüft oder gibt das Ergebnis frei.

Autonomiestufe 2 von 4 Score und Begründung schreibt der Agent ohne Freigabe ins CRM. Wen der Vertrieb anspricht, entscheidet er selbst. Was die fünf Stufen bedeuten

Vorher und Nachher

Die Veränderung wird als Arbeitsablauf beschrieben, nicht als Erfolgsversprechen.

Vorher

  • Recherche zu Firma + LinkedIn pro Lead manuell
  • Halbe Stunde Lesen bevor ein Lead disqualifiziert war
  • Vertriebs-Vormittag ging für Sortieren drauf

Nachher

  • Agent liefert Score plus zwei Sätze Begründung im CRM
  • Drei priorisierte Leads warten beim Frühkaffee
  • Daten bleiben in der EU, Log pro Lead nachvollziehbar

Dokumentierte Ergebniswerte

Die Werte gelten im jeweils beschriebenen Szenario und sind kein allgemeiner Benchmark.

weniger Recherche pro Tag
≈ 2 h
Antwortrate auf erste Kontaktaufnahme
+ 40 %
Datenabflüsse außerhalb EU
0

Herleitung: vom Prozess zum Werkzeug

Das Setup folgt aus der Tätigkeit und ihren Daten, nicht aus einer Tool-Präferenz. Die Kette läuft immer in dieselbe Richtung.

  1. Tätigkeit

    Inbound-Leads recherchieren und mit begründetem Score priorisieren

  2. Datenfluss

    • Personenbezogen Kontaktdaten der Leads aus Formular und LinkedIn im CRM
    • Öffentlich Firmenwebsite, Handelsregister, öffentliche Profile
  3. Werkzeugklasse

    Klasse 3 EU-Hosting mit AVV

  4. Setup

    Lead-Kontaktdaten sind personenbezogen, die Mindestklasse ist EU-Hosting mit AVV. Das hybride Setup recherchiert nur öffentliche Quellen und hält die Verarbeitung ohne Datenabfluss außerhalb der EU; den Score prüft und überschreibt der Vertrieb.

Die Werkzeugklasse ist die Mindestanforderung für die Daten, die tatsächlich ins Werkzeug fließen. Wie die Kette Nutzenrechnung, Rechtsfrage und Werkzeugwahl aus derselben Tabelle beantwortet, steht unter Prozessanalyse & Werkzeugwahl.

Werkzeug-Stack

Der Vertrieb möchte morgens drei Sätze pro Lead lesen, nicht eine halbe Stunde recherchieren. Der Agent liefert: Wer ist die Firma? Wie groß? Was machen sie? Warum könnte das Angebot passen? Score 1–5.

Was funktioniert

  • Recherche auf öffentliche Quellen (Website, Handelsregister, LinkedIn-Public) – kein Datenkauf
  • Score ist nachvollziehbar: drei Sätze Begründung in HubSpot, kein Blackbox-Ranking
  • Vertrieb kann Score überschreiben – Agent lernt nicht automatisch nach, das bleibt menschliche Entscheidung

Was im Szenario verändert wird

  • Erste Version hat geraten, wenn Quellen dünn waren → Score-Skala um „unklar – manuell prüfen“ erweitert
  • LinkedIn-Scraping rausgeworfen, nur noch öffentlich sichtbare Profile via Tavily – robuster und sauber
  • Wöchentliches Sample (10 Leads) wird vom Vertrieb gegengelesen, Drift-Check