Aufmaß- und Servicebericht per Sprache und Foto
Anonymisiertes Anwendungsbeispiel. Geprüft am 18. Juli 2026.
- Aufgabentyp
- Erfassung
- Betrieb
- Self-hosted
- Aufwand
- Mittel
- Zeitrahmen
- 6 Wochen
- Quelle
- Anonymisiert
Aufgabe
Mess-, Prüf- und Servicedokumentation (auch im Kontext DGUV V3) ist formgebunden und wird oft 'abends im Büro' nachgeholt. Aufmaß-Notizen sind unklar, die Übertragung in die Software kostet Zeit, die auf der Baustelle fehlt.
Lösungsweg
Voxtral transkribiert die gesprochene Beschreibung, ein Vision-LLM erkennt aus Fotos und Grundrissen Flächen, Längen und Symbole und erzeugt eine Stückliste bzw. einen strukturierten Bericht; n8n übergibt das Ergebnis in die Handwerkersoftware. Der Monteur/Meister prüft und ergänzt.
Kontrollpunkt Ein Mensch prüft oder gibt das Ergebnis frei.
Autonomiestufe 1 von 4 Stückliste und Bericht landen als Vorschlag in der Handwerkersoftware. Monteur oder Meister prüfen und ergänzen, bevor daraus etwas folgt. Was die fünf Stufen bedeuten
Vorher und Nachher
Die Veränderung wird als Arbeitsablauf beschrieben, nicht als Erfolgsversprechen.
Vorher
- Service-/Prüfdoku abends im Büro nachgeholt
- Unklare Aufmaß-Notizen, Übertragungsaufwand
- Zeit fehlt auf der Baustelle
Nachher
- Monteur beschreibt per Sprache, lädt Fotos/Grundrisse
- Vision-LLM erzeugt Stückliste / strukturierten Bericht
- Monteur/Meister prüft und ergänzt
Dokumentierte Ergebniswerte
Die Werte gelten im jeweils beschriebenen Szenario und sind kein allgemeiner Benchmark.
- schnellere Doku berichtet (Spanne 70–95 %)
- bis ~95 %
- Doku im Einsatz statt abends
- vor Ort
- DGUV-V3-Prüfung bleibt befähigte Person
- Fachkraft
Herleitung: vom Prozess zum Werkzeug
Das Setup folgt aus der Tätigkeit und ihren Daten, nicht aus einer Tool-Präferenz. Die Kette läuft immer in dieselbe Richtung.
-
Tätigkeit
Service- und Prüfberichte aus Sprachnotizen und Fotos vor Ort strukturieren
-
Datenfluss
- Personenbezogen Kundenname und Einsatzadresse in Diktat und Fotos
- Intern Mess- und Prüfwerte, Stücklisten, Grundrisse
-
Werkzeugklasse
Klasse 3 EU-Hosting mit AVV
-
Setup
Diktate und Fotos tragen Kunden- und Objektbezug, die Mindestklasse ist EU-Hosting mit AVV. Transkription und Vision-Auswertung laufen self-hosted und übererfüllen das; die sicherheitsrelevante DGUV-V3-Bewertung bleibt bei der befähigten Elektrofachkraft.
Die Werkzeugklasse ist die Mindestanforderung für die Daten, die tatsächlich ins Werkzeug fließen. Wie die Kette Nutzenrechnung, Rechtsfrage und Werkzeugwahl aus derselben Tabelle beantwortet, steht unter Prozessanalyse & Werkzeugwahl.
Werkzeug-Stack
Die KI nimmt das Protokollieren ab, nicht die Prüfung: Sicherheitsrelevante Ergebnisse (DGUV V3) verantwortet weiterhin die befähigte Elektrofachkraft. Aber die Doku entsteht vor Ort aus Sprache und Foto statt abends im Büro – und ist strukturiert genug für Folgeaufträge.
Was funktioniert
- Sprache + Foto/Grundriss → Stückliste bzw. strukturierter Servicebericht
- Vision-LLM erkennt Flächen, Längen, Symbole
- Übergabe in die Handwerkersoftware ohne Abtippen
Was im Szenario bewusst ausgespart bleibt
- Keine sicherheitsrelevante Prüfbewertung durch die KI – das bleibt die Fachkraft
- Kein Bericht wird ohne Prüfung durch Monteur/Meister übernommen
- Verarbeitung self-hosted