Automatisierte Angebots-Vorlagen für Arzneimittel-Großhandel

Anonymisiertes Anwendungsbeispiel. Geprüft am 18. Juli 2026.

Aufgabentyp
Erfassung
Betrieb
Hybrid
Aufwand
Mittel
Zeitrahmen
4 Wochen
Quelle
Anonymisiert

Aufgabe

Vertrieb erstellte Angebote von Hand aus Kundenhistorie + aktuellem Preisbuch – 30–45 Minuten pro Angebot, Fehlerquote bei Konditionen.

Lösungsweg

n8n-Workflow zieht Bestellhistorie, aktuelle Preise, Vertragskonditionen – LLM erstellt formatiertes Angebot als Word-Datei. Vertrieb prüft + schickt.

Kontrollpunkt Ein Mensch prüft oder gibt das Ergebnis frei.

Autonomiestufe 1 von 4 Das Angebot entsteht als Word-Entwurf. Der Vertrieb prüft Konditionen und Wortlaut und verschickt selbst. Was die fünf Stufen bedeuten

Vorher und Nachher

Die Veränderung wird als Arbeitsablauf beschrieben, nicht als Erfolgsversprechen.

Vorher

  • 30–45 Min pro Angebot von Hand zusammengestellt
  • Konditions-Fehler in einem von 20 Angeboten
  • Maximal 12 Angebote pro Vertriebs-Tag möglich

Nachher

  • 8 Min Bearbeitungszeit pro Angebot
  • Null Konditions-Fehler in vier Monaten
  • + 30 % Angebots-Output pro Tag

Dokumentierte Ergebniswerte

Die Werte gelten im jeweils beschriebenen Szenario und sind kein allgemeiner Benchmark.

Bearbeitungs-Zeit pro Angebot
8 min
Konditions-Fehler in 4 Monaten
0
mehr Angebote pro Tag
+ 30 %

Herleitung: vom Prozess zum Werkzeug

Das Setup folgt aus der Tätigkeit und ihren Daten, nicht aus einer Tool-Präferenz. Die Kette läuft immer in dieselbe Richtung.

  1. Tätigkeit

    Angebote aus Bestellhistorie, Preisbuch und Vertragskonditionen vorformulieren

  2. Datenfluss

    • Personenbezogen Kunden- und Ansprechpartnerdaten in Historie und Angebot
    • Intern Preisbuch, Vertragskonditionen, Bestellhistorie
  3. Werkzeugklasse

    Klasse 3 EU-Hosting mit AVV

  4. Setup

    Bestellhistorie und Konditionen tragen Kundenbezug und verlangen EU-Verarbeitung mit Auftragsverarbeitungsvertrag; im Konzept bleiben die Daten in der EU-Cloud mit internem LLM-Endpoint. Der Vertrieb gibt jedes Angebot manuell frei.

Die Werkzeugklasse ist die Mindestanforderung für die Daten, die tatsächlich ins Werkzeug fließen. Wie die Kette Nutzenrechnung, Rechtsfrage und Werkzeugwahl aus derselben Tabelle beantwortet, steht unter Prozessanalyse & Werkzeugwahl.

Der Vertrieb hat heute zwei Klicks für ein Standard-Angebot: Kundennummer eingeben, Angebot prüfen, freigeben. n8n übernimmt die Datenintegration, ein Claude-Modell formuliert nach internen Sprach-Templates, Word-Datei kommt fertig zurück.

Was im Szenario geprüft wird

  • DSGVO: Kundendaten verlassen die Hostinger-EU-Cloud nicht (interner LLM-Endpoint)
  • Konditions-Genauigkeit gegen historische Angebote als Testkorpus durchgerechnet
  • Stil-Konsistenz: Beispiel-Angebote als Few-Shot, Output soll voice-treu bleiben

Was im Szenario bewusst ausgespart bleibt

  • Ohne Validierungsschritt vor dem Schreiben der Word-Datei drohen erfundene Konditionen („Phantom-Rabatte“) – deshalb strict-mode mit Prüfung vorgesehen
  • Vertrieb behält bewusst die manuelle Freigabe – das ist der Grund, warum im Konzept keine falschen Angebote ungeprüft rausgehen