Angebot aus Sprachnotiz für einen Elektrobetrieb

Anonymisiertes Anwendungsbeispiel. Geprüft am 2. August 2026.

Aufgabentyp
Erfassung
Betrieb
Self-hosted
Aufwand
Mittel
Zeitrahmen
4 Wochen
Quelle
Anonymisiert

Aufgabe

Die Angebotserstellung ist im Elektrohandwerk die zeitraubendste Büroaufgabe – 1 bis 2 Stunden pro Angebot, oft abends nach der Baustelle. Bei vollen Auftragsbüchern und Fachkräftemangel bremst das den Auftragsdurchsatz unmittelbar.

Lösungsweg

n8n nimmt die diktierte Sprachnachricht entgegen, Voxtral transkribiert, ein LLM strukturiert die Aufmaßdaten in Angebotspositionen mit Mengen und Leistungstexten. Über eine Schnittstelle zur Kalkulationssoftware kommen die Preise; der Meister prüft den Entwurf und gibt ihn frei.

Kontrollpunkt Ein Mensch prüft oder gibt das Ergebnis frei.

Autonomiestufe 1 von 4 Das System macht aus dem Diktat einen Angebotsentwurf. Hinaus geht er erst, wenn der Meister ihn freigibt. Was die fünf Stufen bedeuten

Wie es technisch abläuft

Jeder Schritt bleibt einzeln prüfbar; Komponenten werden nur dort genannt, wo sie festgelegt sind.

  1. 01 Sprachnotiz n8n
  2. 02 Transkription Voxtral, self-hosted
  3. 03 Positionen strukturieren lokales LLM (Ollama)
  4. 04 Preise abgleichen Kalkulations-Schnittstelle
  5. 05 Meister prüft und gibt frei

Vorher und Nachher

Die Veränderung wird als Arbeitsablauf beschrieben, nicht als Erfolgsversprechen.

Vorher

  • 1–2 Stunden pro Angebot, oft abends
  • Aufmaß-Notizen abtippen und strukturieren
  • Volle Auftragsbücher bremsen den Durchsatz

Nachher

  • Meister diktiert nach dem Aufmaß eine Sprachnachricht
  • LLM strukturiert Positionen, Preise aus der Kalkulation
  • Meister prüft den Entwurf und gibt frei

Dokumentierte Ergebniswerte

Die Werte gelten im jeweils beschriebenen Szenario und sind kein allgemeiner Benchmark.

Angebot statt 1–2 Stunden
< 15 Min
gespart pro Angebot (Erfahrungswert)
~60–105 Min
Angebot ohne Meister-Freigabe
0

Grenzen und bewusste Entscheidungen

Diese Bedingungen gehören zum Lösungsweg und dürfen nicht aus dem Szenario herausgekürzt werden.

  • Kein Angebot geht ohne Freigabe des Meisters hinaus
  • Keine verbindlichen Preise ohne Kalkulationsbasis

Herleitung: vom Prozess zum Werkzeug

Das Setup folgt aus der Tätigkeit und ihren Daten, nicht aus einer Tool-Präferenz. Die Kette läuft immer in dieselbe Richtung.

  1. Tätigkeit

    Aufmaß-Notizen nach der Besichtigung in Angebotspositionen strukturieren

  2. Datenfluss

    • Personenbezogen Kundenname und Baustellenadresse im Diktat
    • Intern Positionen, Mengen, Kalkulationspreise
  3. Werkzeugklasse

    Klasse 3 EU-Hosting mit AVV

  4. Setup

    Transkription und Orchestrierung laufen self-hosted im Betrieb und übererfüllen die Mindestklasse. An das Sprachmodell gehen strukturierte Positionsdaten; ersetzt eine Projektnummer den Kundenbezug, genügt dort sogar Klasse 2.

Die Werkzeugklasse ist die Mindestanforderung für die Daten, die tatsächlich ins Werkzeug fließen. Wie die Kette Nutzenrechnung, Rechtsfrage und Werkzeugwahl aus derselben Tabelle beantwortet, steht unter Prozessanalyse & Werkzeugwahl.

Werkzeug-Stack

n8n workflow Voxtral (self-hosted) Ollama (lokales LLM) Kalkulationssoftware-Schnittstelle

Die KI erfindet keine Preise – die kommen aus der vorhandenen Kalkulation. Sie strukturiert, was der Meister diktiert, zu einem Angebotsentwurf. Der Meister gibt frei. Aber statt abends ein bis zwei Stunden zu tippen, prüft er einen fertigen Entwurf in unter einer Viertelstunde.

Was funktioniert

  • Sprachnachricht nach dem Aufmaß → Transkription → strukturierte Positionen
  • Preise aus der vorhandenen Kalkulations-/Handwerkersoftware, nicht erfunden
  • Mehr Angebote pro Woche, schnellere Reaktion = höhere Abschlussquote

Was im Szenario bewusst ausgespart bleibt

  • Kein Angebot geht ohne Freigabe des Meisters hinaus
  • Keine verbindlichen Preise ohne Kalkulationsbasis
  • Verarbeitung self-hosted, Kundendaten bleiben im Betrieb