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OpenWebUI
Open WebUI (Community, USA) · Plattform · näher betrachtet
Self-Hosted Chat-UI für Mitarbeitende mit integrierter RAG-Engine, RBAC und Anbindung an EU-Modelle – DSGVO-konforme ChatGPT-Alternative.
Wofür taugt es?
- Mitarbeiter-Chat auf firmeneigenem Wissen (Wiki, SharePoint, PDFs)
- DSGVO-konforme Ablösung von ChatGPT Enterprise oder Copilot
- Multi-User-Setup bis 50 Personen ohne Lizenzkosten, sogar White-Label
- Anbindung an Mistral-EU, Llama via Ollama, Qdrant – alles im EU-Raum
Woran scheitert es?
- Konzerne > 50 Nutzer mit Pflicht zu komplettem White-Label (Enterprise-Lizenz nötig)
- Reine Dokumenten-Workspaces ohne Chat-Charakter (AnythingLLM passt besser)
- Einzelplatz-Demos ohne eigenen Server (Betrieb und Updates lohnen sich dafür nicht)
- Betriebsort
- EU-Betrieb möglich
- Betriebsform
- self-hostbar
- Quelloffenheit
- Closed Source
- Einstiegsaufwand
- leicht
Kosten Seit April 2025 „Open WebUI License“ (source-available, nicht OSI-zertifiziert): kommerzielle Eigennutzung mit Branding frei ohne Nutzerlimit; White-Label bis 50 aktive Nutzer/30 Tage frei, darüber Enterprise-Lizenz (Preis auf Anfrage) – vor einer Entscheidung selbst prüfen.
Was steckt dahinter?
Wo ist es im Einsatz?
- Stand
- Beim Anbieter
- openwebui.com
OpenWebUI ist die naheliegende Wahl, wenn ein Mittelständler den internen Mitarbeiter-Chat aus eigener Hand betreiben will – als DSGVO-konforme Alternative zu ChatGPT Enterprise oder Microsoft Copilot. Die Plattform bringt Multi-User-Verwaltung mit Rollen, Gruppen und Modell-Whitelists mit, hat eine integrierte RAG-Engine für firmeneigene Dokumente, unterstützt SSO über OIDC, LDAP/Active Directory sowie SCIM-Provisioning für Identity-Provider wie Okta oder Azure AD, und lässt sich an Mistral-EU, Llama via Ollama, oder Qdrant als Vektor-DB anbinden – alles im EU-Raum hostbar.
Zwei Dinge sind ab Werk nicht eingerichtet: Das Audit-Log ist ausgeschaltet und muss für Nachweiszwecke erst aktiviert werden. Feste Nutzungsgrenzen je Person gibt es nicht; die Nutzungsauswertung zeigt Token je Modell und Nutzer, Kontingente lassen sich über eine eigene Filter-Function nachrüsten.
Wann passt OpenWebUI
Lizenz-Schwellen (wichtig)
Seit Version 0.6.6 (April 2025) gilt die „Open WebUI License“ – source-available, nicht OSI-zertifiziert; älterer Code bleibt unter BSD-3-Clause. Die kommerzielle Eigennutzung ist frei, solange das OpenWebUI-Branding sichtbar bleibt – ohne Nutzerlimit. White-Label oder Branding-Entfernung ist bis 50 aktive Nutzer pro 30-Tage-Fenster frei, darüber wird eine Enterprise-Lizenz fällig (Preis nicht öffentlich, Anfrage über hello@openwebui.com).
Für KMU mit 5-50 Mitarbeitenden ist die Free-Tier ausreichend – auch mit eigenem Co-Branding. Bei Konzernrollouts lohnt sich ein früher Blick auf die Lizenzbedingungen; wer über 50 Nutzer White-Label braucht, wählt die Enterprise-Lizenz oder eine MIT-lizenzierte Alternative wie LibreChat.
OpenWebUI oder Eigenbau
Ein Eigenbau aus FastAPI, Qdrant und Jina gibt volle Kontrolle über jede Stufe. Für einen unternehmensweiten Mitarbeiter-Chat ist OpenWebUI der pragmatischere Weg: Rollen, Gruppen und SSO sind fertig, statt sie selbst zu bauen.
Empfohlene Stack-Kombination
OpenWebUI als UI + RBAC-Layer · Qdrant als Vektor-DB · Jina AI für Embeddings + Reranking · Mistral oder Llama via Ollama als LLM · n8n für die Ingest-Workflows aus SharePoint, Confluence und Datei-Freigaben.
Offiziell gepflegt sind in OpenWebUI nur ChromaDB (Standard) und PGVector; Qdrant läuft als Community-Integration. Wer Qdrant nutzt, testet die Anbindung vor jedem Update.
Konkretes Szenario siehe Use-Case Mitarbeiter-Chat auf eigenem Wissen.